Myong Sang - Meditation und Schnee

Myong Sang - Meditation und Schnee

 vom 6.-10.2.2018 in den Eggbergen/ Schweiz.

Jeden zweiten Winter organisiert Bu-Sabomnim Gisela Tschan die Bewegung- und Meditationstage in den Bergen. Auch dieses Jahr war unser Ziel die Eggberge im Judohaus. Ich stiess jedoch erst einen Tag später zur Gruppe hinzu und verpasste somit die erste Trainingsstunde am Dienstagabend und die erste Morgenmeditation und das leckere koreanische Abendessen zubereitet von Sambonim und Sonsanim. Das Timing meiner Ankunft konnte nicht perfekter sein...kaum war ich der Seilbahn entstiegen, lief ich der aufgestellten und fröhlicher Gruppe in die Arme, welche gerade ihre erste Winterwanderung mit den Schneeschuhen beendet hatte.  Die Zeit bis zur Bewegungstunde verbrachte jeder individuell. Gruppe 1 war mit dem Zubereiten des Abendessen besorgt, die einen verzogen sich in ihre Zimmer und erholten sich von der ersten Schneeschuhwanderung und die fitten unter uns übten sich beim PingPong spielen oder Shinson Hapkido Vertiefungstraining. Nach dem gemeinsamen Abendessen sassen wir gemütlich beieinander und redeten über dies und das und zwischendurch vielen auch einige Witze. Wer müde war, verzog sich nach und nach  in sein Zimmer,  wer Lust nach dem sternenklaren Himmel verspürte, machte einen kleinen Spaziergang in der kalten Winternacht und wer einfach sein wollte der war einfach. Der dritte Tag verlief ähnlich, ausser es keine gemeinsame Schneeschuhtour gab sondern jeder machen konnte, was ihm beliebte. Ich genoss den Tag bei einer kleinen Schneeschuhtour für mich alleine im Nebel. Es war die totale Stille und einfach nichts und doch so viel.  Auch der dritte Abend verlief ähnlich wie die vorherigen Abende. Wobei die einen sich doch langsam Gedanken über den letzten bunten Abend machten. Am Freitag führte uns Gisela wieder mit den Schneeschuhen durch die idyllische Winterlandschaft rauf zur Hüenderegg. Für mich war es ein absolutes Glücksgefühl, als ich oben auf dem Gipfel mit Gisela in die Photochase ging. Dieser Aufstieg war für mich ein Kampf und mit Gisela’s Geduld hab ich’s doch auch geschafft,  den ganzen Weg mitzulaufen.
Zurück im Judohaus fingen die Vorbereitungen für unseren letzten Abend an. Pascal war schon recht fleissig mit der Schneebar und sein Endergebnis war fantastisch. In dieser Bar steckte sehr viel Geschick und Liebe für uns alle. Nach der Bewegung und der Meditation wurde dann der Apéro draussen unter sternklarem Himmel an der Schneebar, wo in jeder Herznische eine Kerze leuchtete, eingenommen. Das Abendessen war wie jede Mahlzeit zuvor abwechslungsreich und sehr lecker. Der Bunte Abend war die Krönung der letzten Tage.  Fröhlichfestliche und ausgelassene Stimmung bis spät in die Nacht.
Die Gemeinsamkeit, das Mitgefühl jedes einzelnen, die Stärke und die versteckte Schönheit in und um uns, dies alles hat sich in diesen 4 Tagen verstärkt gezeigt. Ich konnte sehr lange von dieser Energie profitieren und eigentlich wenn ich mich zurück besinne, spüre ich diese Energie und kann mich davon wieder auftanken.
Ich danke allen, welche dabei waren und ihren tollen Beitrag geleistet haben. Vorallem aber herzlichen Dank an Sonsanim, Sabomnim und Bu-Sabonim Gisela.

Giuliana Morosin, Dojang Zug, 2.Kup