Lehrgangsberichte

Die verschiedenen Lehrgänge über das Jahr bilden die Grundlage für einen wichtigen Teil unserer Gemeinschaft. Neben dem Lernen im eigenen Dojang stellen sie einen Ort der Begegnung und des Austausches dar. Wir trainieren mit Anderen, lehren und lernen etwas aus einer anderen als der gewohnten Situation neu.
Hier wollen wir möglichst Viele unmittelbar nach den Lehrgängen an den Ereignissen teilhaben lassen. MitBerichten für die,die dabei sein konnten,aber auch für alle, die verhindert waren. Und wir wollen motivieren: zum Besuch des nächsten Lehrgangs, oder auch selber einmal zu schreiben und die Energie des Erlebten mit Anderen zu teilen...
Schreiben uns und schickt uns Bilder unter webmaster.at.shinsonhapkido.org.

Eine Sammlung älterer Berichte aus vergangenen Jahren findet ihr hier...


Herbst auf der schwäbischen Alp

Tübinger Herbstlehrgang St. Georgenhof 21-23. September 2018

Nach einer herzlichen Begrüssung am frühen Freitag Abend auf der wunderschönen schwäbisch Alb, durften wir uns bereits umziehen zum ersten Training. Meditieren im Windrauschen und rennen auf weichem Gras. Anschliessend genossen wir ein leckeres Nachtessen.
Schonmal einen Kyosanim um Stühle rennen sehen? Nein? Dann solltest du ans Herbstwochenende kommen und das traditionelle Reise nach Jerusalem spielen, das jeweils der krönende Abschluss eines lustigen und abwechslungsreichen Spielabends bildet.
Am Samstagmorgen um halb sechs weckte uns der Gong und leise ging es zum Mediationshaus. Nach der Meditation genossen wir die Gymnastik in der Morgenfrische. Vor dem ausgiebigen Frühstück und in anderen grosszügigen Pausen diskutierten wir jeweils angeregt. Im anschliessenden Training verlagerten wir unser Aufwärmen kurzfristig in den Wald und erfuhren diesen mit allen Sinnen. Ein tolles Erlebnis! Am Nachmittag spazierten wir ins unter dem Hof liegende Glasbachtal und suchten einen Schatz in einer Höhle. Damit haben wir uns das ausladende Kuchenbüffet verdient und schlüpften gestärkt in unsere Doboks. Am Samstagabend regnete es ein wenig, aber wir liessen uns die Laune nicht verderben und grillierten und musizierten und genossen das Beisammensein am Lagerfeuer.
Nach Meditation und Abschlusstraining hiess es am Sonntagmittag schon wieder Abschied nehmen von diesem tollen Wochenende. Wir freuen uns schon auf das Herbstwochenende 2019!

Jasmin und Etienne Hirt, Dojang Cham/ Schweiz

P.S.: An der diesjährigen Jahresendfeier, kann man an der Tombola wieder eine Teilnahme am Herbstwochenende Tübingen gewinnen.

Frauenlehrgang in Semmerin

vom 14.- 16. September 2018 im Dojang Semmerin

Sonne und Schatten, Licht und Dunkelheit, Morgensonne auf den Feldern auf dem Weg zum Waldlauf, tanzende Schatten beim Lagerfeuer, Um und Yang-Meridian, erste Sonnenstrahlen im Dojang bei der Morgenmediation, helle Sonne beim Training auf dem Dorfplatz, inneres Licht und Aufblitzen der Dunkelheit beim Meditieren, all dies hat uns beim Frauenlehrgang im September in Semmerin erfüllt.
Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?Mit Sabomnin Ruth Arens haben wir uns an diesem Wochenende immer wieder diesen Fragen gestellt und in interessanten Gesprächen Antworten auf andere Fragen gefunden.
Über die Freiheit in der Mediation beim Shinson Hapkido haben wir ebenso etwas erfahren wie über verschiedene Möglichkeiten der Konzentration und Atmung, im Besonderen in Verbindung mit dem Sonnen- und Schattenmeridian, und auch anderer zentraler Punkte. Über Grenzen und Verbindungen zwischen sich und anderen, das Spüren von fließenden Übergängen zwischen Menschen. Über verschiedene Vorstellungen und Erfahrungen des Ichs, das jeden Moment jemand anderes ist, von anderen immer wieder neu gesehen. Über die Flüchtigkeit der Bilder.
Von  Saskia und Christopher wunderbar bekocht (eine Ode an die Freude..) und umsorgt haben wir uns sehr wohl und geborgen gefühlt in Semmerin, wieder einmal. Mit Ruth haben wir vor jedem Essen an alle gedacht, die daran beteiligt waren, an das Glück, dieses Essen zu genießen und uns so gut ernähren zu können. So erdig das Essen uns gewärmt und gestärkt hat, so erdig haben Bäume und Waldboden beim Training gerochen und sich angefühlt. Die Natur des Walddojangs Semmerin.

Mit Christopher haben wir dem Inhalt der unsichtbaren Box nachgespürt, für jede ein anderer und doch auch geteilt, schwer und leicht, groß und klein, besonders und alltäglich, vielleicht ein Schatz, den wir mit nach Hause nehmen können. Und die Natürlichkeit im Training erlebt. So wie das Training insgesamt sehr intensiv, konzentriert und auch entspannt war. So klein der Bewegungsradius vom Haus aus gesehen sein mag – von der Veranda in den Garten, von der Haustür zum Dorfplatz, vom Zimmer zum Dojang, vom Haus zum Wald – so groß und weit sind doch die Erfahrungen, die die Zeit in Semmerin mit sich bringt. Mit sich und anderen. Mit Energien, die sich bewegen.
Aus Bremen, Hamburg, Berlin kamen die meisten, aber auch Mette aus Dänemark war der Weg nicht zu weit und wir haben viel englisch gesprochen. Ganz erfüllt kommen wir nachhause, und versuchen, das Besondere des Wochenendes, Energie, mitzunehmen in den Alltag. Herzlichen Dank an Ruth, Saskia, Christopher und alle Teilnehmerinnen!

Sibylle Merker, Dojang Berlin.

18. Shinson Hapkido Segelreise im Nordsee-Wattenmeer

vom 27.05.-02.06.2018
‚Frisches Wasser gibt frohen Mut‘
Unter diesem Motto schipperte die Jonas von Friedrichstadt zum18. Mal aus dem Husumer Hafen. An Bord der Käpt’n (Stefan), seine zwei Bootsmänner (Dieter und Benno), und 22 Männer und Frauen unterschiedlicher Kup-und Danstufen, darunter die beiden Sabomnim Christoph Albinus und Bernhard Tessmann, die uns mit dem Shin Son Gedanken und Shinson Hapkido Techniken durch die Woche führten. Weiterlesen...

32. Pfingstlehrgang 2018

Eindrücke zum Pfingstlehrgang 2018 - dieses Jahr aus Hamburg und Aarhus in Dänemark

Yet Another Tough and Wonderful Trip
Wow.
Writing this, I am sitting in my home, thinking back on the pfingstlehrgang and everything that has happened around it. As usual, I am exhausted, both physically and mentally – but in a very good way. I am full of the many impressions that I can still vividly recall: the utterly beautiful sight of the community flowing among each other in gemeinschaft training, and the almost musical sound of laughter and kihap. All of it under a completely clear sky that makes you feel like you can see everything and far into yourself. I learned a lot this weekend, in terms of techniques and German language (I get better on every camp I attend), but also about myself.

The pfingstlehrgang coincided with a lot of challenges in my own life. But it is often like that – Shinson Hapkido and the rest of my life cannot really be separated, they affect each other. I felt on the camp how a full head can change my trainings, but also how I now feel calmer, stronger and clearer after the trainings, the talks and the atmosphere.
It is an intense and exhausting weekend, partly because the pauses are short and few – it can be tough, but it also helps me just follow the flow of the program. This year was also a special camp for me – the dantest is underway, and I had stayed in Darmstadt for a week before the pfingst. I avoided having to travel to Denmark just to take the trip back to Darmstadt a week later, and it was a wonderful experience living in the dojang, joining trainings and helping out as much as possible. There is an energy in the central dojang that gets into your skin, amazing teachers, and so many students! I heartily recommend to anyone taking the same trip to Darmstadt if possible, for exactly the same reasons I’d recommend the pfingslehrgang.
Sonsanim Ko Myong thanked the Danes for taking the long trip to Darmstadt – for supporting the community. I really think this is one of the most important reasons for going to the many different Shinson Hapkido camps. We have a lot to learn from each other, and the feeling of being a family – the strong and open community that I think is among the greatest of virtues of Shinson Hapkido – is worth supporting. Especially as a Dane, it can be easy to feel that the rest of Shinson Hapkido is very far away, and the interactions that have happened both on the pfingstlehrgang and during the week I stayed in Darmstadt have really helped connect me more to the rest of the community. Especially have I gotten to know my coming Ki-siblings, the people who will do the dantest with me in a month. We made a show together for the pfingstlehrgang, and for the first time I realized that it is a tradition that exists because it is a wonderful way to get to know and trust each other. The show went well, and my heart glows at the thought of meeting the dantest side by side with them – these are really good people, and I am proud to call them family.
It is good to be home. I went through a lot while in Germany, but it was a safe place to face my challenges, full of support. I fell sick on the lehrgang, and within hours I had been given both herbal tea, two homeopathic treatments, pills of herbal medicine (I think), tiger balsam and two packs of throat droplets, and then finally took some time preparing the barbecue with Rufus while listening to reggae and rock. Thank you to everyone for that. I’ve also had a lot of personal talks and challenges on this trip to Germany, about humility and courage and what I can and cannot do, which I am now slowly letting sink in. Ko Myong said that pfingsten is a time for spiritual revelation – for understanding oneself and moving towards the light. And this, I think, is a wonderful goal to have for a camp, or for a martial art – and indeed in the end it is the main reason that I practice Shinson Hapkido. I hope that, for anyone else in the community (or anyone else in the world), the pfingsten has also brought with it some light and some clarity.
All my best wishes to anyone who reads this. You have my hopes that there will be light wherever you walk, also in the shadows. The heart can be its own sun.
Warmest regards,   
Peter Thestrup Waade, 32. Ki, Dojang Aarhus/ Denmark.

Die Waschmaschine
Man kann sich den Pfingstlehrgang wie eine Waschmaschine vorstellen, in die man am Samstag hineinsteigt und aus der man am Montag ordentlich gespült und geschleudert wieder rausklettert. Zeitgefühl und der Wunsch nach Dingen des Alltags völlig vergessen. Viel Privatsphäre gibt’s auch nicht unbedingt, ist aber auch gar nicht nötig wenn man bedenkt, in welch herzlicher Gesellschaft man sich befindet. Das Wetter ist grundsätzlich gut (zumindest bei den vier Pfingstlehrgängen, an denen ich bis jetzt teilgenommen habe) - ganz egal was der Wetterbericht vorhersagt. Das ganz schön frühe Aufstehen mit Meditation und Frühsport wird deshalb stets belohnt mit einer wunderschönen Morgenstimmung inklusive rosarotgelbem Himmel. Die drei Tage sind bestimmt von Trainieren, Singen, Essen, jede noch so kurze Pause Power-Genießen, mit Freunden aus anderen Teilen Deutschlands (und aus Dänemark) Zeit verbringen, Diskutieren und Schlafen. Erwähnte ich schon das Training? Kaum versieht man sich, ist es dann schon wieder vorbei und man kann erschöpft und doch tiefenenergiegeladen den Heimweg antreten. Soweit das Protokoll.
Nun war der diesjährige Pfingstlehrgang für mich ein ganz besonderer, denn er stand unter dem großen Stern der Danprüfung, an der ich im Juni teilnehmen durfte. Nur eine Woche nach der schriftlichen und gut vier Wochen vor der praktischen Prüfung war ich zur Zeit des Lehrgangs komplett im Shinson Hapkido-Modus, hatte wenig anderes im Kopf als die anstehende Prüfung. Jedes Wochenende standen bei mir irgendwelche Lehrgänge und Extratrainings auf dem Plan, Shinson Hapkido bestimmte so ziemlich komplett meinen Alltag. Daher war der Pfingstlehrgang für mich nicht wie üblicherweise ein totaler Ausbruch aus dem „normalen Leben“, aber doch nicht weniger schön. Ich begann den Pfingstlehrgang also erleichtert und befreit von einem Teil der Nervosität, nachdem die Theorieprüfung nun ja hinter mir lag - doch meine Eindrücke und Erinnerungen waren noch sehr frisch und ich verbrachte auch viel Zeit mit Grübeln darüber, was ich da eigentlich alles zu Papier gebracht hatte und was ich sonst noch hätte schreiben können. Sonsanims Vortrag zu Beginn (unter anderem zum Jahresmotto „Il Il Il Son - Jeden Tag eine gute Tat“) war für mich daher ein einziges: „Ach stimmt, Mist, das hätte ich auch mal schreiben können, wieso habe ich daran nicht gedacht?“. Jedenfalls bot mir der Lehrgang auf diese Weise noch einmal anders als sonst die Möglichkeit, eine Menge zu lernen. Nebenbei hatte ich Gelegenheit, meine zukünftigen Ki-Geschwister zum ersten Mal auf einem Haufen kennenzulernen, nachdem wir bei der Theorieprüfung zwar viel Zeit im selben Raum, aber doch eher schweigsam miteinander verbracht hatten. Parallel zum Programm des Lehrgangs fanden wir also Zeit, uns besser kennenzulernen und auch miteinander eine Nummer zu proben, die wir dann am letzten Tag des Lehrgangs beim Shinson-Festival zeigten. Dieses Festival, bestehend aus den drei Disziplinen Weitflug (Flugrolle über Isomatten und Schlafsäcke), Hyong und Freie Form, bietet zum Abschluss des Lehrgangs die Möglichkeit, sich spielerisch miteinander zu messen oder einfach etwas mit der Gemeinschaft zu teilen. Auch im Kupstufentrainig, bei dem die Gruppe der Braun-Schwarz-Gürtel dann zu 90% aus meinen neuen Ki-Brüdern und -Schwestern bestand, konnten wir uns miteinander vertraut machen und  noch einige offene Fragen klären.
Unterstützt von Sabomnim Christian durfte ich zusammen mit meiner Freundin Elisa das gemeinsame Singen vor dem Essen anleiten und bin sehr glücklich damit, was für eine schöne Gemeinschaft wir beim Musizieren zu spüren bekamen.
Generell ist die tolle Gemeinschaft auf dem Pfingstlehrgang einer der Hauptgründe für mich, immer wieder daran teilzunehmen. Ich fühle mich stets gut aufgehoben wie in einer zweiten Familie. Ich kann nur hoffen, dass möglichst viel von dem respektvollen Umgang und der Angewohnheit, sich einfach mal ein Lächeln oder ein paar nette Worte zu schenken, mit in den Alltag aller Teilnehmer getragen wird, sodass noch mehr Menschen etwas davon haben können. Durch den straffen Tagesablauf: „War das der Gong zum Trainingsende oder zum Essen?“ (oder hat Sabomnim Kurt sich bloß vergongt?), bleibt kaum Zeit, sich Gedanken um Probleme des Alltags zu machen und das hat für mich immer eine unglaublich entspannende Wirkung.
Fazit: Das Pfingstwochenende gab mir die Gelegenheit, viel Kraft zu tanken, die ich später gut brauchen konnte.
Fiona Karl, 32. Ki, Dojang Hamburg 1

 

 

Länderlehrgang Österreich in Wien

Am 04.05.18 war es endlich so weit. Wir, Regina und ich mit unseren Töchtern Fiona und Lisa,  bestiegen den Nachtzug von Hamburg nach Wien zum Shinson Hapkido Länderlehrgang. Am Morgen, 12 lange Stunden später, erreichten wir dann endlich die Metropole an der Donau. Weiterlesen...

20. Internationaler Kinder- und Jugendlehrgang

Ende April war es wieder einmal soweit: com 27. bis 29. April 2018 fand der diesjährige Kinder- und Jugend Speziallehrgang -diesmal in Norddeutschland- statt. "Beim 20. Internationalem Shinson Hapkido Kinder- und Jugendlehrgang, habe ich mehr über mich gelernt, als ich es je getan habe."- so beginnt der Bericht von Hjördis aus dem Dojang Hamburg 5. Lesen Sie mehr...

Internationaler Frühjahrslehrgang 2018

Vom 16. - 18. März 2018 fand der diesjährige Frühjahrslehrgang in Aachen statt. Mehr als 90 Teilnehmer*innen aus Deutschland, Dänemark, Belgiens er Niederlande und Österreich waren angereist, um zusammen mit Sonsanim Ko, dem Gründer von Shinson Hapkido zu trainieren. Weiterlesen...

44. Internationaler Kyosanimlehrgang

Die erste Ausbildung und Fortbildung in 2018 für Shinson Hapkido Lehrer*innen fand vom 9. bis 11. März im Chon-Jie-In Haus Hamburg statt. Zwei Berichte von Kyosanim Lea Lorenzen und Kyosanim Thorsten Thorein. Weiterlesen...

31. Internationaler BuSabomnim Workshop

Vom 2. bis 4. März fan der diesjährige BuSabomnim Workshop im Dojang Seligenstadt statt. - Eine kleine Auszeit vom Alltäglichen.Ein Bericht von Sabomnim Josef Schmitt. Weiterlesen...

14. Workshop für das Programm zum 3. Dan

Passend zum koreanischen Neujahr (Seollal), trafen sich auch dieses Jahr wieder rund dreißig motivierte Träger des 2. Dans vom 16. bis 18. Februar im Dojang Aachen zum gemeinsamen Trainieren. Für mich war es die erste Teilnahme an diesem Workshop und auch mein erstes Mal im wunderschönen Aachener Dojang. Weiterlesen...

Myong Sang - Meditation und Schnee in der Schweiz

vom 6. bis 10. Februar 2018 in der Schweiz.
Jeden zweiten Winter organisiert Bu-Sabomnim Gisela Tschan die Bewegung- und Meditationstage in den Bergen. Auch dieses Jahr war unser Ziel die Eggberge im Judohaus. Ich stiess jedoch erst einen Tag später zur Gruppe hinzu und verpasste somit die erste Trainingsstunde am Dienstagabend. Weiterlesen...