20. Internationaler Kinder- und Jugendlehrgang

Beim 20. Internationalem Shinson Hapkido Kinder- und Jugendlehrgang, habe ich mehr über mich gelernt, als ich es je getan habe. Wir sind gleich am ersten Tag nach der Ankunft durch den Wald gejoggt, doch das wurde uns natürlich nicht leicht gemacht. Wir hatten einige Hindernisse, die ich selbst, als Herausforderung gesehen habe. Wir hatten aber immer Kontakt zur Natur, zur Erde, zu den Bäumen und vor allem zu der frischen Luft. Nach ca.3 Stunden war ich dann aber doch ganz froh wieder angekommen zu sein, um erstmal 1l Wasser trinken zu können ( das ist für meine Verhältnisse ganz schön viel ). Nachdem ich mich in meiner Tiergruppe gefunden und mein Schlafplatz eingerichtet habe, gab es auch schon was Leckeres zu Essen ...(fragt mich aber bitte nicht was:)... Doch nicht zu vergessen, die wunderschönen Lieder die wir vorher in der Gemeinschaft gesungen haben. Als wir alle (hoffentlich) satt waren, gab es noch was ordentliches zum Lachen. Es war “JOKETIME“ (Yeahhh) Ich hatte die Ehre erste zu sein, um meinen Witz mit allen teilen zu können. „Los Pikatchu Donnerblitz, Alter hast du gerade meinen Hamster gegen die Steckdose geworfen?!“ :)
Es war dann auch Schlafenszeit, da wir am nächsten Morgen ziemlich früh wieder raus mussten. Wir wurden dann ganz gemütlich mit einem Gong geweckt und sind ohne zu sprechen zur Meditation gegangen. Am Abend davor hatten wir uns alle Gegenstände aus der Natur gesucht, um sie in die Mitte des Kreises zu legen. Ich und die Natur sin EINS. Diesen Satz haben wir an diesem Wochenende alle vertieft, sowie unser Thema “ein großer Mensch...“. Wir haben entspannt gefrühstückt und sind im Anschluss in die Turnhalle lange trainieren gegangen. Viele aufwärm- und dehnübungen, sowie Hand- und Fußtechniken. Danach gab`s eine Mittagspause, nach der es hieß weitertrainieren.
Wir hatten alle einen wirklich wunderbar gruseligen Abend. Auf dem Tagesplan stand Nachtwanderung... Sie haben es echt geschaft uns, die schrecklosesten Kinder aller Zeiten, eine gruselige Nacht zu bereiten. Chapeau. Die letzte Nacht war jedenfalls kurz, zumindest bin ich bei der morgendlichen Meditation zwischendurch in kurzschlaf gefallen, aber sssshhhhh...
Am letzten Tag hatten wir noch ein Training, wo nochmal alles gegeben wurde, denn glaubt mir mit dem Muskelkater den wir hatten, hätten uns sogar die Senioren überholt. Wir haben noch schnell alles aufgeräumt, bevor der Besuch unserer Eltern im Vordergrund stand. Es gab leckeres gegrilltes Essen und ich bin dankbar dafür jeden Tag welches auf dem Tisch stehen zu haben. Als dann alle da waren, fing das Theaterstück unserer Tiergruppen an. Ich war bei den gefährlichen Tigern und ich muss sagen, dass ich erstaunt war, wie viel Mühe sich alle dabei gegeben haben. Obwohl man sich das bei einer so tollen Gruppe schon gedacht hat. Der Nachmittag neigte sich dann auch schon dem Ende zu und ich kann von mir behaupten, dass von den Sachen die Sonsanim Ko Myong mir auf den Weg gegeben hat, eine Menge hängen geblieben ist.
Und an der Stelle, möchte ich einmal ganz laut „DANKE“ sagen.

Hjördis, Dojang Hamburg 5

das obligatorische Training im Wald
Fallen!
eng, aber gemütlich: der Schlafraum
darf nicht fehlen: das Gemeinschaftsfoto

Chong Mu Chong Shim

Für uns aus Hamburg war die Anreise ausnahmsweise mal nicht so lang, denn der Lehrgang fand in Pinneberg statt. Daher konnten wir auch noch beim Ausladen und Aufbau helfen, bevor der eigentliche Lehrgang anfing.
Ich staunte, wie viel Lebensmittel man für einen zwei-tägigen Lehrgang benötigt. Als der Lehrgang endlich begann, waren alle schon ziemlich aufgeregt. Und das nicht zu Unrecht, denn es sollte uns ein spannendes und anstrengendes Training erwarten. Zuerst trainierten wir auf dem Schulhof der „Schülerschule Waldenau“ (Dieses Gebäude hatte uns Elena, die Tochter des Hausmeisters und auch Shinson Hapkido-Schülerin, freundlicherweise zur Verfügung gestellt). Vielen Dank!
Anschließend joggten wir durch die ländliche Umgebung. Nach kurzer Zeit kamen wir an einen Wald, und dort machten wir die üblichen Sachen, wie durch die Beine der Schwarzgurte kriechen, über sie drüber hüpfen, durch den Wald robben und vieles mehr. Das war sehr anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht.
Nach diesem Training hatten alle einen Bärenhunger! Der wurde von dem fantastischen Küchenteam (Karen, Saskia, Lisa, Elena, Wolfgang und Ulla) gestillt. Man muss sagen, das Essen war fantastisch lecker. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür!
Am nächsten Tag hieß es um 5:30 Uhr aufstehen, und stillschweigend in den Meditationsraum gehen, um sich auf die halbstündige Meditation vorzubereiten. Um 7:30 Uhr gab es dann Frühstück. Danach wurde wieder trainiert bis zum Umfallen. Dazu gingen wir in eine Turnhalle etwas entfernt von der Schule. Duschen gab es in der Schule keine, deswegen mussten wir unsere Duschsachen mit in die Sporthalle nehmen.
Der Trainingsablauf war wie folgt: Gemeinschaftstraining, Tiergruppentraining, Kûpstufentraining, Mittagspause, Gemeinschaftstraining, Kûpstufentraining, Tiergruppentraining und wieder Gemeinschaftstraining. Die Gemeinschaftstrainings wurden von den anwesenden Sabômnims oder Bu- Sônsanims geleitet. Die Tiergruppen trainierten für den Home Day, wobei diese Gruppen eine kleine Vorführung für die Eltern geben sollten.
In der Mittagspause gab es wieder leckeres Essen und natürlich die allseits beliebte Joke Time: Einer aus der Gruppe konnte nach vorne gehen, einen Witz erzählen und Süßigkeiten dafür ernten. Abends dann, nach dem Abendessen kam die Nachtwanderung. In einem großen Raum las Sabômnim Marcel angeblich wahre Gruselgeschichten vor. Nach und nach wurden alle Gruppen nach draußen geschickt, eine bestimmte Route ab zu laufen und erschreckt zu werden. Bei den Teilnehmern meiner Gruppe reichte der Angst-Faktor von „überhaupt nicht“ bis „total ängstlich“. Also entschieden wir uns jedes Mal, wenn uns jemand erschrecken wollte, laut Kihap zu geben. Das hat gut geholfen! Da wir die letzte Gruppe waren, kamen wir erst um halb Eins zurück und fielen alle sofort in unsere Betten. Am nächsten Tag gab es noch einmal Gemeinschaftstraining, dann wurde für die Aufführung trainiert.
Zu guter Letzt gab es ein kleines Turnier zwischen den Tiergruppen.
Dann kam noch das Abschlussfoto, und wir sind wieder zurück zur Schule gegangen. Anschließend fing der Home Day an:
Während alle das lecker gegrillte Fleisch von Bu-Sabômnim Wolfgang aßen, führten die Gruppen ihre teils lustigen, teils akrobatischen Shows vor. Danach verabschiedeten sich alle und fuhren erschöpft und (hoffentlich) glücklich nach Hause.
Ich fand den Lehrgang sehr toll und lehrreich! Vielen Dank.

Yuri Staarmann, Dojang Hamburg 5